OLG Herzogenbuchsee

Vampir OL und OLG Höck

Rekordverdächtige 22 Erleuchtete stellten sich im Steinhof-Wald dem Tanz der Vampire, zu dem Chef-Dracula Sebi Gygax geladen hatte. «Wie immer, wenn ich Organisator bin, hat es noch etwas ganz Besonderes,» begrüsste Sebi geheimnisvoll die versammelte Schar. Nun ja, Sebi führt die ewige Bestenliste der Organisatoren und damit auch der Sieger ganz klar an. Etwas ganz Besonderes? Der rettende Knoblauch wird es ja wohl nicht sein, dachten alle. «Es gibt den Posten 53. Wenn ihr den habt, kriegt ihr die dreifache Punktzahl,» wurden die Läufer kurz vor dem Start geködert. Nur, wo ist der Posten 53? Dem nachmaligen Sieger wurde dies erst nach dem Wettkampf klar, denn der Posten befand sich ganz am südlichen Kartenrand. Dabei lag die Sache ja auf der Hand. Nomen est omen, die Karte heisst Steinhof, also hatte Chef-Dracula Sebi kurzerhand einen Posten beim Findling platziert. Und schon nahm das Rennen seinen schaurigen Lauf. Nicht wenige spurteten zum Berggipfel und dem ominösen Posten 53 hoch. Einer – Matthias Birrer – erwischte den rettenden Knoblauch, andere blieben in den Dornen hängen, oder verloren die Stempelkarten, und wieder andere bissen einen Vampir (nicht lustig). Eigentlich ist der rettende Knoblauch eine hervorragende Ausgangslage zum Sieg, aber es kam anders. Einer der seinen Sieg über Jahrzehnte erdauern musste, bewies enormes taktisches Gespür. Bis 30 Sekunden vor Schluss noch als verzweifelter Vampir in der Zielgegend umherirrend, hatte er sich mit seinem Schicksal schon abgefunden. Doch da, ein rettendes Licht kommt auf ihn zu. Beissen oder nicht beissen, war nun die Frage für den Vampir. ‘Wenn du beisst, hast du eine Stempelkarte. Ist die Stempelkarte voll, bist du zum ersten Mal Sieger, musst aber nächstes Jahr organisieren. Wenn du nicht beisst, musst du ein Jahr lang als Vampir durch die Gegend geistern. Das ist auch nicht lustig. Also los, beissen. Du wirst ja wohl nicht gerade eine volle Karte erwischen,’ waren die Gedanken die dem Verzweifelten durch den Kopf schossen. Und der Vampir biss zu. Aber, oh je. Er hatte niemand Geringeres als Weltklasse-Flo gebissen und der hatte natürlich die Stempelkarte voll, den berühmten Posten 53 inklusive.

Das Rennen war gelaufen und das Fondue angerichtet. Denn inzwischen hatten Corinne und Brige im Käse gerührt und die Tische im Forsthaus Oberönz schön hergerichtet. So konnte eine noch grössere Schar die Saison beim legendären OLG Höck gemütlich beenden und viele Abenteuer und Geschichten zum Besten geben.  Ein ganz grosses Dankeschön gebührt an dieser Stelle allen die bei der Ausgabe des Höck und Vampir-OL 2017 mitgewirkt haben! Heja Buchsi.

Text: Marc Streit

Foto: Brigitte Howald & Marc Streit